Das Konzept des

"Kindergarten Löwenherz Lauenberg"

Leitgedanke:


Wir verstehen unseren pädagogischen Auftrag darin, jedes Kind als Individuum zu sehen und ihm durch unsere Arbeit eine entsprechend ganzheitliche Entwicklung zu ermöglichen!

Die Aufgabe des Kindergartens besteht heute zunehmend darin, Spiel- und Entwicklungsraum bereit zu halten, wo dieser gefährdet oder verloren gegangen ist. Damit wollen wir den Kindern die Möglichkeit geben, ihren kindlichen Bedürfnissen nachkommen zu können.
Die aktive Eingliederung des Kindes in die Gesellschaft steht unter dem Einfluss des Erwachsenen. Somit können wir beobachten, dass es die typischen Kinder- und Erwachsenenwelten nicht mehr in klarer Trennung gibt. Daher werden die Bedürfnisse der Kinder von den Erwachsenen oft nicht mehr wahrgenommen.

Wir verstehen den Kindergarten deshalb als wichtigen Baustein sozialer, gesellschaftlicher Entwicklung. Unser Kindergarten soll Lebens- Lern- und Erfahrungsraum für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sein.


Die Entwicklungstheorie “Jean Piagets“ zeigt auf, dass das Kind von Anfang seines Lebens an Akteur seiner Entwicklung ist, das heißt, dass das Kind von sich aus nach Möglichkeiten sucht durch Wahrnehmung und Bewegung, Kommunikation und Denken, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern, um damit selbständig und unabhängig zu werden.
Unser Verständnis von Erziehung und Bildung zeigt sich darin, dass wir Bedingungen schaffen in denen sich die Kinder entsprechend ihrer Anlagen und Möglichkeiten vielseitig orientieren und entwickeln können.

Erziehung muss gestützt sein durch die Liebe zum Kind
und auf das Vertrauen in die Eigenkraft und Individualität des Kindes!

Um Eigenkraft und Individualität des Kindes zulassen zu können, haben wir Mitarbeiterinnen aufgrund vielfältiger Beobachtungen 1994 den Entschluss gefasst, die Bedingungen in unserem Kindergarten, im Hinblick auf das gesamte Konzept, zu verändern. Entgegen damaliger geschlossener Gruppenräume mit vielen verschiedenen kleinen Spielbereichen, ist das gesamte Haus in große Spielbereiche umgestaltet, sodass Kinder eigenständig über ihr Handeln entscheiden können.
Nach vielen Diskussionen und Probephasen in unterschiedlichsten Bereichen haben wir uns für unser Konzept zur

„Offenen Arbeit“ entschieden.

Regeln und Strukturen

Das Zusammenleben von vielen Menschen in einem Haus erfordert feststehende Regeln, die der Orientierung aller Beteiligten dienen sollen.
Die 75 Kindergartenkinder sind in drei Gruppen eingeteilt, sodass auch jedes Kind sein „zu Hause“ hat. Jeder Gruppe gehören zwei Erzieherinnen an.
Durch die Struktur im Tagesablauf haben Kinder und Erzieherinnen die Möglichkeit, vielfältige Erfahrungen im „Freispiel“ und in einer von den Mitarbeiterinnen festgelegten „Angebotsphase“ zu machen.

Das Freispiel in unserem Kindergarten

Die kindliche Entwicklung wird durch das Spiel wesentlich geprägt. Daher sehen wir das Spiel im Kindergarten als wichtigsten Bestandteil im  Tagesablauf an. Es ist eine selbst gewollte Betätigung, die dem Kind Freude, Spaß und Befriedigung gibt.



 

Für ein Kind ist spielen eine ernsthafte Tätigkeit

Im Spiel versucht das Kind seine Umwelt zu verarbeiten, zu verstehen und zu gestalten. Dabei entwickelt es sich mit seiner ganzen Persönlichkeit. Das Kind hat die Möglichkeit immer wieder neue Erfahrungen und Erlebnisse zu sammeln und seinen Bedürfnissen nachzukommen.

Was ein kleines Kind zum Spielen braucht:

Erwachsene, die das Spiel der Kinder ernst nehmen, es beobachten und mit Lob und Anerkennung unterstützen, die sich auf ein Spiel einlassen, wo sie gebraucht werden und die sich zurück ziehen, wo sie überflüssig oder gar störend sind.

Andere Kinder, an die es Ideen weitergibt und von denen es Ideen übernimmt, mit denen es sich streitet und wieder versöhnt, denen es hilft und von denen es Hilfe bekommt.

Ruhe und Ungestörtheit, in denen sich ein Spiel entfalten kann.

Die Zeitspanne, in der es auch zu Ende gebracht werden kann.

Eine räumliche Umgebung, in der es sich ohne allzu große Reglementierung frei bewegen und selbst aktiv werden kann.

Die Möglichkeit, vielerlei Erfahrungen und Entdeckungen zu machen: mit Gegenständen, Materialien und Situationen umgehen zu lernen und mit ihnen zu experimentieren.

Für uns bedeutet Freispiel, den Kindern vielfältige Entscheidungsmöglichkeiten in den verschiedenartigen Spielbereichen zu geben. Es obliegt der Entscheidung der Kinder zu bauen, zu klettern, zu basteln, Rollenspiele zu spielen zu entdecken, auszuprobieren, zu toben, aber auch von einem Raum in den anderen zu gehen, anderen beim Spiel zuzusehen oder herumzustehen, wenn sie es möchten.
Die Kinder dürfen auch „nichts tun“, ohne nach außen erkennbar beschäftigt zu sein, denn auch ein Kind, das scheinbar nichts tut, nimmt mit seinen Sinnen wahr, denkt und fantasiert.

Jeder Spielbereich sollte so viele Handlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten,

wie ein Kind für seine Persönlichkeitsbildung benötigt.

Spielfähigkeit > Lernfähigkeit > Schulfähigkeit

Daher hat das Freispiel für uns den höchsten Stellenwert und nimmt den größten Teil den Vormittags ein.

Die Angebotsphase

Im gemeinsamen Gesprächskreis (15 Min. vor der Angebotsphase) werden den Kindern von den Mitarbeiterinnen zwei Angebote vorgestellt, die sich an den Bedürfnissen der Kinder und an dem gemeinsamen Projekt des Kindergartens orientieren. Die Kinder entscheiden sich für eins der vorgestellten Angebote und gehen mit der entsprechenden Mitarbeiterin in den dafür vorgesehen Spielbereich. Die dadurch entstehenden Kleingruppen ermöglichen eine intensive gezielte Arbeit mit jedem einzelnen Kind. Die erhalten neue Anregungen und Impulse, die sie im Freispiel intensivieren können.

Nähere Erläuterungen zu:

- der gesamten Struktur des Tagesablaufs
- den Zielen der Kindergartenarbeit
- dem Projektorientierten Arbeiten
- den Gruppentagen
- der Planung der Kindergartenarbeit
- den besonderen Aktionen
- der Förderung der Schulanfänger
- den Hallenbadbesuchen
- den Bewegungsstunden in den Turnhalle
- dem Waldplatz / Waldtagen
- der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
- der Elternarbeit
- der Öffentlichkeitsarbeit

können sie der festgeschriebenen Konzeption, die im Kindergraten erhältlich ist, entnehmen.

Sind sie interessiert? Dann schauen sie doch einfach mal bei uns vorbei!


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